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Ergebnisse zum Sondermessprogramm Pestizide und Metaboliten
Auf der Homepage des Lebensministeriums wurden unter nachfolgendem Link die Ergebnisse des Sondermessprogrammes Pestizide und Metabolite 2010 veröffentlicht:
Sondermessprogramm Pestizide und Metabolite 2010
Gegenstand des gemäß Gewässerzustandsüberwachungsverordnung (GZÜV) durchgeführten Messprogramms war die einmalige Untersuchung von potentiell durch Pflanzenschutzmittel gefährdeten Grundwassermessstellen auf bisher nicht beobachtete Pflanzenschutzmittelwirkstoffe und deren Abbauprodukte (Metaboliten). Insgesamt wurden 201 Grundwassermessstellen auf 121 Parameter (Wirkstoffe bzw. Metaboliten) untersucht.
Beratungsblatt "Gewässerschonender Pflanzenschutz 2012"
Manche Pflanzenschutzmittelwirkstoffe werden immer wieder im Grund- und Trinkwasser nachgewiesen.
Im Merkblatt werden alternative Produkte und Wirkstoffe aufgelistet.
Download: Gewässerschonder Pflanzenschutz 2012
Neue Aufzeichnungsvorschriften für Landwirte
Durch das Inkrafttreten der EU-Pflanzenschutzmittelverordnung am 14. Juni 2011 ändert sich auch die Dokumentationsverpflichtung für Landwirte.
Ab diesem Zeitpunkt muss neben dem Bekannten Was?, Wann? und Wo? auch noch das Wieviel? dokumentiert werden. Betroffen sind alle Landwirte die Pflanzenschutzmittel verwenden unabhängig von der Teilnahme an einem Förderprogramm.
Grundsätzlich gibt es dafür keine Formvorschriften.
So kann eine Dokumentationsliste aussehen:
|
Datum |
Kultur |
Feldstücksbezeichnung |
Produkt |
Aufwandmenge / ha |
|
28.06.2011 |
Zuckerrübe |
Bergfeld |
Spyrale |
1 l/ha |
In unserem Downloadbereich steht eine Tabelle zum Herunterladen bereit!
Therbuthylazinfreie Unkrautregulierung im Mais
Da bei diversen Untersuchungen und Messprogrammen unter anderem auch der Wirkstoff Terbuthylazin im Grund- und Trinkwasser gefunden wird, möchten wir über alternative Unkrautbekämpfungsmaßnahmen im Maisanbau informieren. Eine zusätzliche Brisanz erhält dieses Thema da auch auf EU-Ebene dieser Wirkstoff unter Beobachtung steht.
Pflanzenbaureferent DI Hubert Köppl (LK Oberösterreich) hat diesbezüglich Informationen zusammengestellt:
Chloridazon (Pyramin, Rebell)
Zuckerrübe: Freiwilliger Verzicht auf die Produkte Pyramin und Rebell
Auch in Oberösterreich werden leider im Grund- und Trinkwasser Abbauprodukte des Wirkstoffes Chloridazon gefunden. Die Produkte Pyramin WG (weiters Pyramin DF bzw. FL sowie Terlin und Betoxon) und auch Rebell beinhalten diesen Wirkstoff.
Die Produkte wurden in Oberösterreich in letzter Zeit schon in geringeren Mengen verwendet, sodass die gefundenen Rückstände wahrscheinlich "Altlasten" sind.
Wir rufen die Landwirte trotzdem auf, im Sinne des vorbeugenden Gewässerschutzes auf den Einsatz chloridazonhältiger Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Pyramin wurde vereinzelt noch speziell gegen Windenknöterich eingesetzt. Hier kann als Ersatz Tramat 500 in Spritzfolgen eingebaut werden. Rebell hat unter anderem Bedeutung gegen Hundspetersilie, als Ersatz kann Debut in Spritzfolgen dienen.
(Quelle: DI Köppl, LK)
